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Neue Investitionschancen auf dem polnischen Immobilienmarkt.
Keine Staatliche Bewilligungspflicht für den Erwerb von Zweitwohnungen durch Ausländer aus der EU und Schweiz ab 1. Mai 2009 mehr erforderlich.
Grundsätzlich wird für den Erwerb einer Immobilie durch Ausländer eine Genehmigung des Ministers für Innere Angelegenheiten und Verwaltung verlangt. Staatsangehörige und Unternehmen aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) und des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR), sowie aus der Schweiz sind generell bis auf zwei Ausnahmen von der Genehmigungspflicht bei Grundstückskäufen befreit.
Am 1. Mai 2009 endet eine dieser Ausnahmen, nämlich die 5-jährige Übergangsperiode nach dem Beitritt Polens zur EU, in der Ferienwohnungen und Ferienhäuser durch EU - und Schweizer Bürger nur mit einer Genehmigung erworben werden durften. Damit eröffnen sich in Kürze neue Investitionschancen im Immobilenmarkt in Polen.
Von der Genehmigungspflicht nicht bereit bleiben landwirtschaftliche und Waldgrundstücke, die innerhalb von zwölf Jahren nach dem Beitritt Polens zur EU (das bedeutet bis zum 1. Mai 2016) durch Bürger und Unternehmen aus der EU, dem EWR-Raum und der Schweiz nur mit einer Genehmigung erworben werden dürfen.
Die Aufhebung einer dieser Ausnahmeregelung des Immobilienkaufs kommt für Käufer einer Zweitliegenschaft aus der EU und der Schweiz zu einem günstigen Zeitpunkt. Seit ca. 1 ½ Jahren befinden sich die Immobilienpreise in einem Abwärtstrend, nachdem bis im Jahr 2007 die Preise auf dem Immobilienmarkt extrem hoch gestiegen waren. Gemäß Konjunkturprognosen geht man nun davon aus, dass in den Jahren 2009/2010 die Immobilienpreise ihren tiefsten Stand durchlaufen werden.
Der gegenwärtige Wohnungsimmobilienmarkt in Polen charakterisierst sich durch ein relativ großes und verschiedenartiges Angebot. Eine Folge des Baubooms der letzten Jahre. Hervorgerufen durch die allgemeine Wirtschaftssituation und die erschwerte Kreditvergabe durch Banken und Kreditinstitute ist die Nachfrage im Wohnungsimmobilienmarkt gesunken. Zur Zeit wird beobachtet, dass Immobilien vorwiegend durch Investoren gekauft werden, die Immobilien als eine sicherere alternativ Kapitalanlagen betrachten und den günstigen Kaufzeitpunkt aufgrund der sinkenden Preise nutzen.
Für Käufer aus der EU und der Schweiz kommt der gegenwärtige Wechselkurs sehr entgegen. Im Vergleich zu Juli / 2008 mit einem Durchschnittswechselkurses von PLN/EUR 3.26, bzw. PLN/CHF 2.01, hat der heutige (Stand Anfang April 2009) Durchschnittswechselkurs eine Höhe von PLN/EUR 4.41, bez. PLN/CHF 2.91, erreicht. Der Schweizer Franken und der Euro haben gegenüber der Polnischen Währung, den Zloty, in den letzten 6 Monaten kräftig zugelegt.
Die anstehenden Großereignisse, wie die Fußball Europameisterschaft EURO 2012, die Produktionsstandortvorteile Polens und die laufenden Infrastrukturprojekte im Straßenbau, die Polen immer besser vernetzt, erhöhen das Interesse einer Investition in Immobilien in Polen, sei es für private oder industrielle Zwecke.
Zusammengestellt und erarbeitet von:
Janusz Starościk
Komfort Consulting s.c.
www.komfortconsulting.eu
in Kooperation mit:
Joachim Thannhäuser
I . Botschaftssekretär
Abteilung für Handel und Investitionen der Botschaft der Republik Polen in Berlin.